Häufige Betrugsmaschen im E-Banking und Mobile Banking
Ob gefälschte Bankwebseiten, Phishing-Nachrichten per E-Mail und SMS, die zur Eingabe von Login- oder Kartendaten auffordern, oder manipulierte TWINT QR-Codes: Betrüger nutzen zahlreiche Wege, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Drei Methoden, die in der Schweiz häufig vorkommen, und hilfreiche Tipps, um sich zu wehren.
1. Gefälschte Login-Seite für E-Banking
Betrüger bauen Login-Seiten für das E-Banking von Banken täuschend echt nach. Über die gefälschten Login-Seiten verschaffen sich Betrüger die Zugangsdaten für Ihr E-Banking.
Die Links zu solchen gefälschten Seiten werden oft von den Betrügern per E-Mail oder SMS an möglichst viele Personen geschickt. Sie können aber auch in den Resultaten von Suchmaschinen wie Google oder Bing auftauchen.
Tipps zum Schutz vor gefälschten Login-Seiten:
- Geben Sie die Adresse www.bekb.ch immer selbst in die Browser-Adresszeile ein.
- Klicken Sie nicht auf Suchergebnisse, zum Beispiel bei Google oder Bing, Werbeanzeigen oder Links in E-Mails oder SMS, wenn Sie sich ins E-Banking einloggen möchten.
- Prüfen Sie, was Sie mit der BEKB smartLogin App bestätigen. Erteilen Sie die Bestätigung für eine Zahlung nur, wenn Sie diese auch selbst erfasst haben. Wichtig: Kritische Bestätigungen, etwa für das Erfassen von Zahlungen oder die Bestätigung zur Registrierung der BEKB App, sind immer mit einem roten Hintergrund gekennzeichnet.
- Brechen Sie die Verbindung ab, wenn beim Login etwas Unerwartetes oder Verdächtiges passiert. Beispielsweise, wenn Sie eine unübliche Anzeige wie eine Unterbruchmeldung, eine Updatemeldung oder eine plötzliche Geräte-Neuregistrierung sehen. Kontaktieren Sie in diesem Fall das BEKB Kundencenter.
- Seien Sie vorsichtig, wenn Sie einen Anruf Ihrer Bank erhalten, denn die Anrufnummer und auch Stimmen können gefälscht werden. Falls Sie Zweifel haben, legen Sie auf und rufen Sie über die Hauptnummer des BEKB Kundencenters 031 666 18 80 zurück.
Wichtig: Melden Sie verdächtige Webseiten ebenfalls direkt dem BEKB Kundencenter.
2. Phishing – betrügerische E-Mails und andere Nachrichten
Phishing bezeichnet den Versuch, über offiziell erscheinende E-Mails, SMS oder WhatsApp-Nachrichten an Ihre Login-Daten zu kommen. Sie erhalten dabei eine Nachricht, in der Sie aufgefordert werden, auf einen Link zu klicken oder ein Dokument zu öffnen. Die Nachricht stammt aber von Betrügern, die versuchen, an Ihre Daten zu gelangen.
Wichtig: Die BEKB kontaktiert Sie nie und verlangt Ihre Zugangsdaten. Weder per E-Mail, per SMS noch telefonisch.
Tipps zum Schutz vor Phishing-Attacken:
- Klicken Sie auf keine Links in E-Mails oder Textnachrichten, die Sie auffordern, Ihre Logindaten preiszugeben.
- Öffnen Sie keine unbekannten Anhänge in E-Mails.
3. TWINT-Betrug
TWINT macht es einfach, Geld zu überweisen. Das macht die Lösung leider auch attraktiv für Betrüger. Sie kleben beispielsweise gefälschte oder manipulierte QR-Codes über echte Codes an Parkuhren oder sonstigen Bezahlstellen.
Auch auf Verkaufsplattformen nehmen Betrugsversuche mit TWINT zu. Hier geben Kriminelle vor, dass sie einen Gegenstand kaufen möchten. Anstatt das Geld normal zu überweisen, sagen sie aber, dass sie bereits bezahlt hätten, und senden einen Link, über den man das Geld angeblich abholen kann. Der Link führt auf eine manipulierte Seite, auf der die Verkäuferin oder der Verkäufer die Logindaten für das eigene E-Banking angeben muss.
Anschliessend versuchen die Betrüger, das Opfer dazu zu bringen, die persönliche TWINT PIN bekanntzugeben und die Bestätigungscodes von TWINT weiterzuleiten, um sich Zugang zum Konto zu verschaffen.
Tipps zum Schutz vor TWINT-Betrug:
- Scannen Sie QR-Codes immer mit der TWINT App und nicht mit der Kamera Ihres Smartphones.
- Geben Sie Ihre TWINT Logindaten nie an Dritte weiter. Die BEKB und TWINT fordern nie solche Daten von Ihnen an.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Überweisen Sie nur dann Geld, wenn Sie genau wissen, an wen es geht.
Hinweis: Auf der Plattform «eBanking aber sicher!» von der Hochschule Luzern finden Sie weitere hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Daten schützen sowie aktuelle News rund um Cybersicherheit und Betrugsmaschen. Die BEKB und über 40 andere Banken und Finanzdienstleister aus der Schweiz sind Partner der Plattform.