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Schweizer Anlagemöglichkeiten im Vergleich

Langfriststudien beweisen, dass Anlagen in ein diversifiziertes Aktienportfolio einen deutlich höheren Wertzuwachs als ein Schweizerfranken Obligationenportfolio verzeichnen. Die Studie schlussfolgert, dass sich für langfristige Anleger im Durchschnitt ein hoher Aktienanteil lohnt.

1925: Junge Frauen sitzen plaudernd im Strassencafé, schicke Autos rollen über die Pflastersteine. Abends ertönen virtuose Jazzklänge durch die Stadt; es wird getanzt, gelacht und gefeiert. Und gearbeitet: Dank effizienteren Herstellungsmethoden sind die Produkte günstiger geworden. Die Nachfrage nach Gütern ist kaum zu bewältigen und schafft neue Arbeitsplätze für Männer und Frauen. Die Wirtschaft boomt – Leute verdienen Geld und geben es gerne für ihren Konsum aus. Und wer schlau ist, der legt einen Teil langfristig in Schweizer Aktien an. 100 Franken, 1925 investiert, sind im Dezember 2018 das Tausendfache wert!

Enorme Wertsteigerung bei Aktien

Dies zeigt eine Langfriststudie (siehe Literaturverzeichnis) von 1988 zur Entwicklung von Aktien und Obligationen in der Schweiz; publiziert von der Genfer Privatbank Pictet. Die Studie vergleicht die Wertentwicklung von Schweizer Aktien seit Ende 1925 mit derjenigen von Schweizerfranken Obligationen. Sie wird jährlich aktualisiert, zuletzt im Januar 2019. Das Ergebnis der Studie ist erstaunlich. Jemand der im Dezember 1925 100 Franken in ein diversifiziertes Schweizer Aktienportfolio investiert hat, durfte sich im Dezember 2018 über eine markante Wertsteigerung auf über 94'000 Franken freuen. Die Obligationen haben weniger stark rentiert, weisen mit einem Anstieg auf über 4'890 Franken trotzdem eine beachtliche Wertsteigerung auf.

Aktien und Obligationen

Aktien für lang, Obligationen für kurz

Die Originalstudie von 1988 kommt zum Schluss, dass über eine längere Zeitperiode ein diversifiziertes Aktienportfolio sowohl nominal wie auch real einen deutlich höheren Wertzuwachs als ein Schweizerfranken Obligationenportfolio verzeichnet. Zwar bieten weder Aktien- noch Obligationenanlagen einen Schutz vor Inflation; bei beiden Anlagekategorien kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie über einen gewissen Zeitraum auch real an Wert verlieren. Über eine längere Zeitperiode hingegen bieten sowohl Aktien- wie auch Obligationenanlagen der Inflation die Stirn und erzielen real einen Wertzuwachs.

«Für langfristige Anlegerinnen und Anleger lohnt sich gemäss Studie im Durchschnitt ein hoher Aktienanteil.»

Für langfristige Anlegerinnen und Anleger lohnt sich gemäss Studie im Durch-schnitt ein hoher Aktienanteil. Für einen kurzfristigen Anlagehorizont bedeutet ein grosser Aktienanteil ein nicht zu unterschätzendes Risiko eines Substanzverlustes. Obligationenanlagen bieten hier die bessere Alternative.

«Über Anlagezeiträume von mehr als 13 Jahren haben Investitionen in Schweizer Aktien nie eine negative Rendite aufgewiesen.»

Auch knapp 30 Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Studie behielten die im 1988 gezogenen Schlussfolgerungen ihre Richtigkeit. Im Expertenkommentar vom Januar 2019 legt der Autor zudem dar: «Über Anlagezeiträume von mehr als 13 Jahren haben Investitionen in Schweizer Aktien nie eine negative Rendite aufgewiesen.» (Gänsslen, 2019, S. 2). Ein längerer Anlagehorizont spricht also klar für Aktien.

Und was heisst das für meine Anlagen?

Wie setze ich das bei meiner persönlichen Anlagestrategie um? Obligationen oder Aktien, oder doch lieber ein Sparkonto ohne Kursschwankungen? Dazu der Studienautor: «Über eine längere Anlageperiode betrachtet dürfte die Rendite eines gut diversifizierten Aktienportfolios sowohl nominal wie auch real über derjenigen eines Obligationenportfolios liegen. Falls langfristig orientierte Anleger kurzfristige Schwankungen des Portfoliowerts in Kauf nehmen, lässt sich ein relativ hoher Aktienanteil durchaus rechtfertigen.» (Wydler, 1998, S. 11). Ist entweder mein Anlagehorizont nicht so weitreichend oder meine Risikotoleranz nicht so ausgeprägt, sind Obligationenanlagen oder das Sparkonto die richtige Wahl.

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