Nachhaltigkeit

Mit wenig Geld nachhaltig leben

Kennen Sie das Vorurteil, dass ein nachhaltiger Lebensstil nur mit einem dicken Portemonnaie finanziert werden kann? Wir gehen diesem Vorurteil auf den Grund und zeigen Ihnen, wie Sie zur Klimaschützerin oder zum Klimaschützer werden und dabei sogar noch sparen können.

Man ist, was man isst

Ob Sie in Bio- oder in konventioneller Qualität einkaufen, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Tendenziell haben fair und ressourcenschonend produzierte Produkte ihren Preis. Diese Ausgaben können Sie steuern, indem Sie einzelne der «üblichen Verdächtigen» wie Fleisch, Eier, Kaffee und Schokolade in Bio-Qualität in Ihren Einkaufskorb legen. So fallen die Ausgaben weniger ins Gewicht.

Eine gute Alternative zum Supermarkt ist der Wochenmarkt Bern. Viele Lebensmittel auf dem Markt sind kostengleich oder oft sogar günstiger als in konventionellen Läden. So unterstützen Sie hiesige Produzenten und kaufen saisonal und regional ein. Und das macht einen grossen Unterschied. Denn die Nichtverfügbarkeit von Lebensmitteln führt dazu, dass Produkte aus dem Ausland mit dem Schiff oder Flugzeug importiert werden müssen.

Foodwaste – nein danke

Kaufen Sie nur das ein, was Sie in den folgenden Tagen verwerten können. Sowohl weltweit als auch in der Schweiz landen etwa ein Drittel aller Lebensmittel im Abfall. Foodwaste hat weitreichende Auswirkungen auf das Klima, die Umwelt und Ihr Geld landet buchstäblich in der Tonne.

Muss trotzdem etwas entsorgt werden, dann in den Kompost oder in den Grüngut-Container. Dank Vergärung können daraus Strom und Fernwärme sowie wertvoller Dünger gewonnen werden.

Kleider von gestern: kein alter Hut

«Flohmis» und Brockenhäuser haben nicht nur nostalgisches Geschirr oder Möbel aus Grossmutters Zeiten, sie bieten auch stylishe und vor allem günstige Mode an. In unserer Region findet man verschiedene schöne Flohmärkte in Bern. Fashionliebhaberinnen- und Liebhaber finden im Geschäft «the new new bern» kuratierte Secondhand-Kleidung. Auch der mobile Kleiderflohmarkt «Walk-in Closet» tourt mit Secondhand-Klamotten aus allen Stilrichtungen durch die Schweiz.

Wer lieber online die Kleiderkisten durchforstet, hat die Qual der Wahl:

Do-it-yourself-Stoffmaske

Seit COVID-19 gehören Gesichtsmasken bei uns zum Alltagsbild. Auch hier zählt Nachhaltigkeit: Setzen Sie auf Stoff- statt Wegwerfmasken. Diese sehen nicht nur schöner aus, sondern können auch mithilfe eines einfachen Schnittmusters für Stoffmasken oder einer Youtube-Anleitung für Stoffmasken selber hergestellt werden.

Haushalten mit Köpfchen

Fühlen Sie sich manchmal auch, als wären Sie auf Standby? Dann wissen Sie, wie energieraubend dieser Wartemodus sein kann. Bei den elektrischen Geräten zu Hause ist das nicht anders. Schliessen Sie Fernseher, WLAN, Tischlampen und Co an die Stromschiene und schalten Sie diese nachts oder tagsüber aus. Auch die Heizung dürfen Sie im Winter während Abwesenheiten gern etwas zurückstellen – das tut nicht nur dem Geldbeutel gut, sondern auch dem Klima. Weitere Energiespartipps finden Sie auf nachhaltigleben.ch.

Repair is in the air

Im vergangenen Jahr sind weltweit über 53 Millionen Tonnen Elektroschrott zusammengekommen – 21 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Nur ein kleiner Teil davon wird sachgerecht entsorgt und rezykliert (Quelle: NZZ, Elektroschrott landet im Müll,03.07.20). Umso mehr freuen wir uns über diese zwei innovativen Plattformen, die erschwinglich und nachhaltig sind.

Das Repair Café in Bern kümmert sich um die linken Hände unter uns, um die Menschen, die ratlos vor dem kaputten Toaster stehen. Auch um jene, die aus Not kurzerhand ein neues Handyabo abschliessen, weil das Smartphone «keinen Wank» mehr macht. Die Werkstatt bringt Interessierten die Kunst der Reparatur näher und «flickt» mit ihnen gemeinsam ihre Alltagsgegenstände zusammen.

Wer es einfacher mag, lässt den Profi zu sich nach Hause kommen. Die Plattform Rent a Rentner vermittelt passionierte Pensionierte zum fairen Preis weiter. Elektriker, Handytüftlerinnen, Schreiner und Allrounderinnen teilen ihre jahrelange Erfahrung gern mit Ihnen. Also: Sollte der Schrank immer wieder knarzen oder die Schublade klemmen, melden Sie sich bei Ihrem Rentner, Ihrer Rentnerin des Vertrauens.

Die Zukunft mitbestimmen

Ein allzu oft vergessenes Thema, das völlig kostenlos ist, aber auf lange Sicht eine grosse Wirkung zeigt, ist das politische Bekenntnis. Nehmen Sie an Abstimmungen teil. Wer wichtige Abstimmungen verschwitzt, vergibt sich massgeblich die Chance, die Schweiz politisch und nachhaltig mitzugestalten. Falls Sie nicht wissen, wo Ihnen politisch der Kopf steht, finden Sie für bevorstehende Wahlen bei Smartvote Ihren idealen Polit-Match.

BEKB und Nachhaltigkeit

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