Wild im Schnee

Abseits der Piste ruft die grenzenlose Freiheit! Oder? Fast, denn der Mensch teilt sich seinen Freizeitraum mit den Wildtieren. Im Winter kämpfen sie ums Überleben – und das wird vom Menschen ziemlich erschwert. Mit einer guten Planung muss man aber nicht auf das Abenteuer verzichten und kann, mit etwas Glück, Wildtiere sogar von Nahem erleben.

Für Wildtiere ist der Winter die schwierigste Zeit des Jahres: Sie finden wenig Futter und jede Bewegung kostet Energie, die ihnen gegen Ende Winter fehlt. Darum ist es wichtig, bei unseren Abenteuern auch für sie Verantwortung zu übernehmen und vor einer geplanten Tour zu prüfen, ob sie nicht durch ein Schutzgebiet führt. Dazu gibt es extra Karten, auf denen Wildruhezonen und Wildschutzgebiete eingezeichnet sind.

Karte

Wie weiss ich, wo sich Zonen zum Schutz der Wildtiere befinden?

Im obigen Beispiel im von Skitourenfahrern rege besuchten Diemtigtal handelt es sich bei den orange eingefärbten Flächen um empfohlene Wildruhezonen. Hier finden Wildtiere ihre Rückzugsgebiete. Gut erkennbar sind die ausgewiesenen Ski- und Snowboardrouten (pink) sowie die Schneeschuhtouren (blau). Ferner sind mittels Pfeilen die empfohlenen Richtungen und die Hangneigungen über 30 Grad vermerkt (rosarote Flächen). Wildruhezonen und Wildschutzgebiete dürfen nur an den gekennzeichneten Stellen begangen werden.

Ist das Kartenmaterial noch aktuell?

Wildruhezonen sind nicht in Stein gemeisselt. Mit gezielten langjährigen Wildtierbeobachtungen, sogenannten Monitorings, werden die Gebiete festgelegt und aktualisiert. Im Naturpark Diemtigtal beispielsweise wird das Birkwild, das sehr standorttreu ist, seit mehreren Jahren gezielt beobachtet. Wird es durch Tourengänger an seinem angestammten Wohnort häufig gestört, stirbt es aus.

«Wildruhezonen sind nicht in Stein gemeisselt.»

Die aktuellste Schneesportkarte finden Sie auf www.respektiere-deine-grenzen.ch oder direkt bei Swisstopo. Sollten Sie älteres Kartenmaterial zu Hause haben und es mit auf die Tour nehmen, lohnt es sich, dieses mit der Online-Version zu vergleichen.

Offizielle Routen sind kein Schneesport-Freipass

Die Wildtiere kennen die auf der Karte eingezeichneten Grenzen der Wildruhezonen nicht. Auch wenn Sie ausserhalb dieser Zonen unterwegs sind, achten Sie darauf, dass Sie die Tiere nicht stören. Gerade im Wald ist es wichtig, die markierten Routen nicht zu verlassen und Waldränder zu meiden, denn hier ist das Risiko am grössten, Wildtiere zu stören.

Hier finden Sie fünf Tipps, wie Sie abseits der Skipiste verantwortungsvoll unterwegs sind.

Falls Sie draussen auf ein Wildtier treffen…

… geniessen Sie es! Ein Wildtier aus der Ferne zu beobachten, ist eines der schönsten Erlebnisse in der freien Natur. Lassen Sie dem Wildtier bewusst Zeit, sich in Ruhe zu entfernen, bevor Sie Ihre Tour fortsetzen. Die Begegnung wird Ihnen als bleibendes Erlebnis in Erinnerung bleiben.

«Ein Wildtier aus der Ferne zu beobachten, ist eines der schönsten Erlebnisse in der freien Natur.»

Tipp für kurzweilige Stunden

Das spannende und lehrreiche Gesellschaftsspiel «Wild im Schnee» wurde von Mountain Wilderness entwickelt und kann für Schneesportlager, Tourenwochenenden oder Winterferienaufenthalte im Naturpark Diemtigtal auf der Geschäftsstelle des Naturparks ausgeliehen werden.

Der Beitrag wurde vom Naturpark Diemtigtal zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen rund um Wildtiere im Winter finden Sie unter www.respektiere-deine-grenzen.ch

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