Medienmitteilung

Die Preise für Wohneigentum steigen kontinuierlich

Die Nachfrage nach Wohneigentum im Kanton Bern bleibt ungebrochen. Mit einem Preisanstieg von 3,2 Prozent innerhalb eines Jahres folgt der kantonale Markt dem schweizweiten Aufwärtstrend von 3,6 Prozent, wie der aktuelle BEKB-Immobilienbarometer zeigt. Besonders teuer ist Wohneigentum in der Stadt Bern: Ein typisches Einfamilienhaus im Zentrum kostet mittlerweile rund 2,1 Millionen Franken.

Publikationsdatum: 06.05.2026

Wohnen im Kanton Bern wird immer teurer, da der Bedarf an Wohnraum durch die Zuwanderung und den Trend zu Einpersonenhaushalten kontinuierlich steigt. Die Neubautätigkeit kann mit dieser hohen Nachfrage nicht Schritt halten, wodurch in den letzten fünf Jahren eine Lücke von rund 3000 Wohneinheiten entstanden ist. Die Folge ist ein Rückgang der Leerwohnungsziffer auf 1,1 Prozent, womit im Kanton Bern nun offiziell eine Wohnungsknappheit herrscht.

Stadt Bern mit den höchsten Eigenheimpreisen 

Die Preisentwicklung im Kanton Bern verläuft regional unterschiedlich. Über das letzte Jahr stiegen die Eigenheimpreise im Obersimmental-Saanen mit +4,2 Prozent am stärksten, gefolgt von Thun (+3,8 %) und dem Emmental (+3,7 %). Moderater fiel das Plus im Berner Jura (+2,2 %) und in Biel (+2,3 %) aus. Langfristig betrachtet verzeichnen das Wohn- und Wirtschaftszentrum Bern-Mittelland und das Oberland seit 1998 das höchste Preiswachstum im Kanton. Dabei ist die Stadt Bern der teuerste Standort im Kanton: Der Marktpreis für ein typisches Einfamilienhaus liegt mittlerweile bei rund 2,1 Millionen Franken. Damit belegt Bern im Vergleich mit den Hauptorten benachbarter Kantone einen Spitzenplatz und wird nur von Luzern mit 2,2 Millionen Franken übertroffen.

Ausblick: Wohneigentum im Kanton Bern bleibt attraktiv und gefragt 

Im März 2026 hat die Schweizerische Nationalbank entschieden, vorerst an ihrem Nullzinskurs festzuhalten. Dadurch bleiben die Finanzierungskosten für Wohneigentum im Kanton Bern tief. Die kurzfristigen Zinsen, die besonders für Geldmarkt-Hypotheken (SARON) relevant sind, bleiben vorerst auf tiefem Niveau. Bei den längerfristigen Zinssätzen, die die Preise von Festhypotheken bestimmen, könnten aufgrund der globalen Unsicherheiten gewisse Anstiege möglich sein. Dennoch bleibt die Finanzierung von Wohneigentum bei vorhandenem Eigenkapital und gegebener Tragbarkeit weiterhin günstig. Gestützt wird die Nachfrage zudem durch die hohe Attraktivität des Kantons Bern als Wirtschaftsstandort. Solange die Schweizer Wirtschaft nicht in eine Rezession gerät und die Zinsen niedrig bleiben, dürfte sich der hiesige Immobilienmarkt positiv entwickeln.

BEKB-Immobilienbarometer

Die BEKB veröffentlicht seit 2021 halbjährlich, jeweils im Frühling und Herbst, die neuesten Fakten rund um die Entwicklungen zum regionalen Immobilienmarkt in Form des BEKB- Immobilienbarometers. Nebst den neuesten Ausprägungen beim Wohneigentum (Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen) wird die Preisentwicklung über einen Zeitraum von 20 Jahren abgebildet. Für die Erstellung des Immobilienbarometers arbeitet die BEKB mit dem Immobiliendienstleister IAZI zusammen. 

Weitere Informationen zum Berner Immobilienmarkt finden Sie in der Frühlingsausgabe des BEKB-Immobilienbarometers: bekb.ch/immobilienbarometer

Unsere Einschätzungen zur Hypothekarzinsentwicklung finden Sie hier: bekb.ch/zinsprognose 

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