Im Wald in Les Prés Vaillons herrscht gute Stimmung. Motiviert schlagen und hacken Schülerinnen und Schüler in genau abgemessenen Abständen Löcher in den Waldboden. Unterstützt werden sie dabei von engagierten Mitarbeitenden der BEKB und Forstwartinnen und Forstwarten des Staatforstbetriebes. Die Kinder stecken in jedes Loch einen etwa 30 Zentimeter langen Setzling und füllen das Loch mit Erde auf. Dann ziehen sie ein Schutzrohr gegen Rehverbiss über den Setzling und befestigen es an einem Pfahl – ein letzter kräftiger Schlag mit dem Hammer auf den Pfahl – und das Bäumchen ist gepflanzt. Auf einer rund einen Hektar grossen Fläche, die durch Sturm und Verunkrautung geschwächt wurde, entsteht so ein neuer Mischwald aus Eichen, Hagebuchen, Linden, Kirschbäumen und Baumhaseln. In den kommenden Jahren wird er sich durch natürliche Verjüngung weiterentwickeln. So wächst Schritt für Schritt ein vielfältiger Wald, der den Herausforderungen des Klimawandels besser standhält und einen artenreichen Lebensraum schafft.
«Mit dieser Aktion säen wir gemeinsam etwas für die kommenden Generationen und machen gleichzeitig Nachhaltigkeit für alle spürbar», erklärt Karl-Martin Wyss, Leiter des BEKB-Förderfonds.
Nachhaltigkeit
Eichenmischwälder pflanzen für die Zukunft
Pflanzung 2026 bei Les Prés Vaillons
Nachhaltigkeit hautnah erleben
Die BEKB unterstützt das Projekt des Staatsforstbetriebs mit einem finanziellen Beitrag aus dem BEKB Förderfonds. Gestartet wurde im April 2022 im Berner Seeland, wo im Grossen Moos bei Ins auf einer Fläche von rund 1,7 Hektaren die ersten 2000 Bäume gepflanzt wurden. Weitere Pflanzungen folgten im Jahr 2023 im Erlen-Ischlag bei Aefligen, im Jahr 2024 in Kirchberg, im Jahr 2025 im Thanwald bei Rüeggisberg und im Jahr 2026 in Les Prés Vaillons.
Von der Partnerschaft profitieren beide Seiten: «Die Zusammenarbeit mit der BEKB ermöglicht es uns, die Eichenmischwälder kostendeckend zu bewirtschaften», erklärt Mirjam Richter vom Staatsforstbetrieb.
Durch den Einbezug von Schulklassen erhält das Projekt auch eine soziale Dimension. Die Schülerinnen und Schüler können hautnah erleben, wie Nachhaltigkeit funktioniert.
In dieser gemeinsamen Initiative liegt auch die Motivation der BEKB, das Projekt zu unterstützen: «Gemeinsam tragen wir dazu bei, die nachhaltige Entwicklung unserer Region voranzutreiben», sagt Karl-Martin Wyss.