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BEKB unterstützt Schul- und Klassenlager im Kanton Bern

Von August 2021 bis Dezember 2023 hat der BEKB-Förderfonds finanzschwache Gemeinden bei Schul- und Klassenlagern mit rund 300 000 Franken unterstützt. Insgesamt haben 1485 Lager und 8370 Schülerinnen und Schülern von der Unterstützung profitiert. Die Unterstützung wird auch in den Jahren 2024 und 2025 fortgeführt. Die Bedingung ist, dass in den Lagern das Thema Nachhaltigkeit behandelt wird.

In der Landschulwoche lernten die Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse der Schule Wyssachen, wozu Wasser nötig ist und wie man den Verbrauch im Alltag reduzieren kann. «Es war spannend, in der ARA Sensetal in Laupen den Prozess der Reinigung des Abwassers zu sehen und auch zu riechen», sagt eine der Schülerinnen. Sie werde in Zukunft vermehrt auf ihren Wasserverbrauch achten. «Weil ich jetzt weiss, dass man auch im Kleinen einiges erreichen kann.» Die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Bützberg-Thunstetten verbrachten eine Lagerwoche unter dem Motto «AlpenLernen» des Schweizer Alpen-Clubs SAC im Grimselgebiet und erlebten dabei hautnah die Folgen der Klimaerwärmung.

«Wir haben mit grosser Freude zur Kenntnis genommen, dass in den seit August 2021 durchgeführten Schullagern alle 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen thematisiert und vertieft worden sind», sagt Antoinette Hunziker Ebneter, Verwaltungsratspräsidentin der BEKB, anlässlich der Medienkonferenz des Kantons Bern. Als Ausbildungsbank sei es der BEKB auch wichtig, die junge Generation für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren und ganz generell die Achtsamkeit in allen Lebensbereichen zu fördern.

«Zusammenhalt und bleibende Erinnerungen»

Die Lager konnten dank dem BEKB-Förderfonds zusätzlich finanziell unterstützt werden: mit 6 Franken pro Kind und Lagertag sowie einem «Lagerbatze» von 150 Franken pro UNO-Nachhaltigkeitsziel, das im Unterricht thematisiert wurde. «Solche Lager sind für die Schülerinnen und Schüler enorm wertvoll», sagt Karl-Martin Wyss, Leiter des BEKB-Förderfonds. «Sie sorgen für bleibende Erinnerungen und ermöglichen Erfahrungen, die sich positiv auf die Sozialkompetenz und das Selbstwertgefühl der Kinder sowie auf den Zusammenhalt in den Klassen auswirken.»

Weil sich immer mehr Familien solche Lager ohne Unterstützung nicht mehr leisten können, schreibt die Erziehungsdirektion des Kantons Berns vor, dass der Elternbeitrag für ein obligatorisches Schullager nicht mehr als 125 Franken betragen darf. Als Folge davon führten finanzschwache Schulen und Gemeinden immer weniger Lager durch. Dieser Trend bewogen das Chindernetz Kanton Bern und die BEKB dazu, einen Förderfonds für Klassenlager ins Leben zu rufen. «Ich habe von Anfang an viel partnerschaftliche Unterstützung von Seiten der BEKB gespürt», meint Stefan Beutter, Geschäfsleiter des Vereins Chindernetz Kanton Bern.

«Das Thema Nachhaltigkeit ist eine Bedingung»

In den Gesprächen rund um das Klassenlagerförderungsprojekt habe die BEKB von Anfang Wert daraufgelegt, dass in den unterstützten Lagern das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen werde, sagt Karl-Martin Wyss. «Das war für uns eine Bedingung, weil wir die Nachhaltigkeit bereits seit 1995 priorisieren und uns seit vielen Jahren einer konsequenten Nachhaltigkeitsstrategie verschrieben haben.»

«Ohne die BEKB würde es den kantonalen Förderfonds für Klassenlager nicht geben», sagt Beutter. «Und ohne die BEKB wäre auch die Bedingung nicht verankert worden, dass in den Lagern ein bis zwei globale Nachhaltigkeitsziele der UNO vertieft werden müssen.» Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler motiviert werden, sich selbst nachhaltig zu verhalten und einen Beitrag zur Erfüllung der globalen Nachhaltigkeitsziele 2030 zu leisten. Die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern, die den Fonds gemeinsam mit dem Chindernetz Kanton Bern koordiniert, sei über die Partnerschaft mit der BEKB in diesem Projekt ebenfalls erfreut, betont Beutter.

Grosse Nachfrage bei den Schulen

Von August 2021 bis Dezember 2023 wurden 1485 Lager- und Projekttage mit insgesamt 8370 Schülerinnen und Schülern finanziell unterstützt. Die Schulklassen haben dabei jeweils mindestens ein Ziel der globalen nachhaltigen Entwicklung vertieft. Die 17 definierten Nachhaltigkeitsziele der UNO, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG), decken das ganze Spektrum der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit ab. Am häufigsten wurden in den Lagern die Nachhaltigkeitsziele «Gesundheit und Wohlergehen», «Verantwortungsvoller Konsum / Produktion» und «Massnahmen zum Klimaschutz» behandelt.

Die Bilanz von Karl-Martin Wyss fällt positiv aus: «Wir sind mit den Nutzungszahlen und der Entwicklung sehr zufrieden. Und mich erfüllt es immer auch persönlich, wenn ich zu hundert Prozent hinter einem Engagement stehen kann.» Die Schul- und Klassenlager werden vom BEKB-Förderfonds auch in den Jahren 2024 und 2025 mit jährlich 100'000 CHF unterstützt.

 

Publikationsdatum: 20.02.2024

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