Immobilie vermieten: So gehen Sie Schritt für Schritt vor
Übernehme ich die Vermietung selbst oder überlasse ich es einer Immobilienverwaltung?
Bevor Sie mit der Vermietung starten, sollten Sie entscheiden, ob Sie die Verwaltung der Immobilie selbst übernehmen oder eine professionelle Immobilienverwaltung beauftragen möchten.
Die Eigenverwaltung bietet mehr Kontrolle und spart Verwaltungskosten. Aber Sie übernehmen alle Aufgaben selbst, auch komplexe Punkte wie die Nebenkostenabrechnung. Die Beantwortung von Anfragen, die Organisation von Besichtigungsterminen sowie Verträge, Abrechnungen und die Betreuung der Mieterschaft brauchen viel Zeit und Know-how.
Eine Immobilienverwaltung übernimmt diese Aufgaben und bringt Fachwissen zu rechtlichen Fragen, Mietverträgen und der laufenden Bewirtschaftung mit. Das schafft auch zusätzliche Sicherheit, dass beispielsweise die Nebenkostenabrechnungen korrekt sind und keine aufwendigen Konflikte mit der Mieterschaft drohen. Dafür verrechnet sie Verwaltungsgebühren, die Ihre Rendite schmälern.
Wichtig ist eine genaue Abwägung zwischen den Kosten der Immobilienverwaltung einerseits und den Einsparungen sowie der Reduktion der Risiken für Sie als Vermieterin oder Vermieter andererseits.
Entscheiden Sie sich für die Immobilienverwaltung, übernimmt diese die restlichen Schritte. Wenn Sie aber die Immobilie selbst verwalten, gilt es, die folgenden Punkte zu beachten.
1. Optimalen Mietzins festlegen
Bei jeder Vermietung ist die Miete ein zentraler Punkt. Sie darf nicht zu hoch sein, um Leerstand zu vermeiden, aber auch nicht zu tief, ansonsten verschenken Sie unnötig Rendite.
Hilfreich sind die Mieten für vergleichbare Objekte in der Region. Diese können als Beispiele für einen realistischen Mietpreis dienen. Gemäss Erhebungen des Bundesamts für Statistik (BfS) liegt der durchschnittliche Mietpreis für eine 3-Zimmer-Wohnung 2024 im Kanton Bern bei 1288 Franken pro Monat, im Kanton Solothurn bei 1228 Franken. Für 5-Zimmer-Wohnungen betragen die Durchschnittsmieten in Bern 1812 Franken und in Solothurn 1844 Franken.
Zudem haben individuelle Eigenschaften der Liegenschaft, wie etwa der Ausbaustandard und insbesondere die Mikrolage, grossen Einfluss auf den effektiven Mietpreis. Es lohnt sich daher oft, Unterstützung durch eine Maklerin oder einen Makler in der Region zu holen. Diese haben viel Expertise rund um das Mietzinsniveau in der Region, Gemeinde oder gar dem Quartier.
Tipp: Um spätere Mietzinserhöhungen bei Wohnimmobilien zu berechnen, stellt der Hauseigentümerverband (HEV) einen Mietzinsrechner zur Verfügung.