Medienmitteilung

Gutes Geschäftsjahr 2015 für die BEKB

Die BEKB hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis erzielt. Der Jahresgewinn lag mit 131,3 Millionen Franken um 0,7 Prozent über dem Vorjahr. Das Privat- und Firmenkundengeschäft wurde weiter ausgebaut. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 623,2 Millionen Franken. Die Kundengelder stiegen um 46,7 Millionen Franken. Die Bilanzsumme wuchs auf 28,0 Milliarden Franken. Die Eigenmitteldeckung und die risikotragende Substanz konnten weiter gestärkt werden. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine weitere Erhöhung der Dividende um 20 Rappen auf 6,00 Franken pro Aktie.

Publikationsdatum: 28.01.2016

Hanspeter Rüfenacht, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, kommentiert das Geschäftsjahr: «Die Tief- und Negativzinsen sind eine grosse Herausforderung. Die BEKB hat in diesem Umfeld ein gutes Ergebnis erzielt. Die langfristige Ausrichtung der BEKB mit einer starken Eigenmittelbasis und einer soliden Refinanzierung hat sich bewährt. Ich freue mich, dass wir den Eigentümern eine weitere Dividendenerhöhung beantragen können. Wir rechtfertigen damit das in uns gesetzte Vertrauen».

Kerngeschäft weiter ausgebaut

Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist die BEKB weiter gewachsen: Unter Ausklammerung der Forderungen gegenüber öffentlich-rechtlichen Körperschaften (OerK) nahmen die Forderungen gegenüber Kunden um 621 Millionen Franken oder 3,2 Prozent auf 20,2 Milliarden Franken zu. Die Hypothekarforderungen stiegen um 623,2 Millionen auf 19,4 Milliarden Franken. Die Kreditbeanspruchung betrug 20,7 Milliarden Franken (Vorjahr: 21,2 Milliarden Franken). Die Kundengelder im engeren Sinn (Verpflichtungen aus Kundeneinlagen und Kassenobligationen) betrugen 22,2 Milliarden Franken. Sie bewegten sich damit um 46,7 Millionen Franken oder 0,2 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau.

Gewinn gesteigert

Der Gewinn stieg um 0,7 Prozent auf 131,3 Millionen Franken (Vorjahr 130,4 Millionen). Bei historisch tiefen Zinsen erreichte der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft 286,0 Millionen Franken. Auslaufende Festzinshypotheken wurden zu deutlich tieferen Zinssätzen verlängert. Gleichzeitig stand auch der Ertrag aus den Finanzanlagen unter Druck. Um die Folgen von steigenden Zinsen zu dämpfen, bestehen Absicherungen. Die Kosten für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken stiegen wegen der Negativzinsen erheblich und belasteten das Zinsergebnis mit 74,8 Millionen Franken (Vorjahr 52,1 Millionen Franken). Im Vergleich zum Vorjahr führte dies zu einem um 18,6 Millionen Franken oder 6,1 Prozent tieferen Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft reduzierte sich um 3,8 Prozent auf 98,9 Millionen Franken (Vorjahr: 102,8 Millionen). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sank auf 21,3 Millionen Franken (Vorjahr: 21,9 Millionen). Der übrige ordentliche Erfolg lag mit 28,3 um 6,2 Millionen Franken über dem Vorjahr. Dies ist hauptsächlich auf einen höheren Beteiligungsertrag zurückzuführen.

Stärkung der Pensionskasse

Pensionskassen stehen heute vor mehreren Herausforderungen. Einerseits bewirkt die steigende Lebenserwartung eine verlängerte Rentenbezugsdauer, so dass das individuelle Sparkapital für eine immer längere Zeit reichen muss. Anderseits müssen die Kassen aufgrund der anhaltenden Tiefzinsphase an den Finanzmärkten weiterhin mit Renditen rechnen, die zu tief für die Sicherung der zukünftigen Renten sind. Im Sinne einer vorausschauenden Planung hat die BEKB entschieden, die Pensionskasse nachhaltig zu stärken. Die Stärkung wurde in mehreren Schritten umgesetzt. Per 1. Januar 2016 senkte die Pensionskasse den technischen Zinssatz von 2,5 auf 2,0 Prozent. Als Konsequenz wurde auch der Umwandlungssatz reduziert. Als Ausgleich zur Senkung der Zinssätze wurden die Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse entsprechend erhöht. Per 1. Januar 2016 stellte die Pensionskasse der BEKB zudem von der Perioden- auf die Generationentafel um. Um die Folgen dieser Stabilisierungsmassnahmen für die Mitarbeitenden finanziell abzufedern, sind die Altersguthaben der Aktiven und die Rentendeckungskapitalien aufgestockt worden. Für die BEKB fielen dadurch Kosten von 83,8 Millionen Franken an. Sie wurden im Personalaufwand ausgewiesen. Gleichzeitig löste die Bank in diesem Umfang Reserven für allgemeine Bankrisiken auf. Damit belastete die Stärkung der Pensionskasse den ausgewiesenen Jahresgewinn nicht.

Geschäftsaufwand weiter gesenkt

Der Personalaufwand vor der ausserordentlichen Zuweisung an die Pensionskasse verminderte sich um 2,8 Prozent oder 4,1 Millionen auf 144,3 Millionen Franken. Der Personalbestand wurde von 1'137 um 46 auf 1'091 Vollzeitstellen reduziert (Total 1'313 Mitarbeitende). Der Sachaufwand belief sich auf 109,3 Millionen Franken und lag damit auf Vorjahresniveau. Damit konnte der Geschäftsaufwand um 4,2 Millionen Franken (1,6 Prozent) gesenkt werden.

Ausserordentlicher Erfolg 

Im ausserordentlichen Ertrag sind 26,0 Millionen Franken enthalten, welche aus dem Verkauf der Swisscanto-Anteile an die Zürcher Kantonalbank stammen. Dieser Ertrag, alle aufgelösten Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie der positive Steuereffekt von 23,0 Millionen Franken aus der Verwendung von versteuerten Reserven für die Stärkung der Pensionskasse wurden den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen. Sie fliessen nicht in das operative Ergebnis ein. Die Hälfte der Kosten, die für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken anfallen, werden jeweils kompensiert, indem Reserven für allgemeine Bankrisiken aufgelöst werden. Unter Berücksichtigung der Zahlung an die Pensionskasse von 83,8 Millionen Franken ergibt sich insgesamt eine Nettoauflösung der Reserven für allgemeine Bankrisiken von 52,7 Millionen Franken. In Anbetracht der hohen risikotragenden Substanz und der starken Eigenmittelbasis wurde die allgemeine Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken gegenüber dem Vorjahr reduziert. Dies führte zu einem um 0,7 Prozenten höheren Reingewinn von 131,3 Millionen Franken (Vorjahr 130,4 Millionen). 

Free-Cash-Flow über dem Zielbereich

Die BEKB hat ein langfristiges Ziel. Sie will über die Zeitspanne von 2013 bis 2022 einen Free-Cash-Flow von 900 Millionen bis 1,1 Milliarden Franken erwirtschaften. Per Ende des Berichtsjahres betrug der Free-Cash-Flow 73,1 Millionen Franken. Mit insgesamt 357,1 Millionen Franken liegt der seit 2013 geschaffene Mehrwert über dem Zielbereich.

Bedeutende Vermögensberatung

Die betreuten Vermögenswerte betrugen 20,0 Milliarden Franken (Vorjahr: 21,1 Milliarden Franken). Der Rückgang ist mit dem Abgang eines grossen institutionellen Kunden zu erklären, der seine Gelder bei einer anderen Bank konzentriert hat. Der Bestand an Fondsprodukten betrug 5,2 Milliarden Franken (Vorjahr: 5,3 Milliarden Franken). Die Vermögensverwaltungsmandate, mit denen die Kunden ihre Guthaben der BEKB zur umfassenden Betreuung anvertrauen, beliefen sich auf 4,2 Milliarden Franken (Vorjahr: 4,2 Milliarden Franken). Die BILANZ zeichnete im April 2015 das Private Banking der BEKB als das Beste der Schweiz aus. Die Bank ist zum zweiten Mal in Folge sowohl Gesamtsiegerin als auch Siegerin in der Kategorie «Universalbanken regional». Seit der Einführung des Private-Banking-Ratings im Jahr 2009 ist die BEKB die einzige Bank, die jedes Jahr ausgezeichnet wurde. Die Anerkennung von renommierter und neutraler Seite unterstreicht die Qualität der Vermögensberatung.

Solide Refinanzierung und starke Eigenmittelbasis

Die Refinanzierung und Liquidität der BEKB bleiben überdurchschnittlich solid. Die Kundenausleihungen sind weiterhin vollständig mit Kundengeldern im engeren Sinne gedeckt. Mit einem Eigenmitteldeckungsgrad von 243,4 Prozent (Vorjahr: 240,0 Prozent) wird das gesetzliche Eigenmittelerfordernis deutlich übertroffen. Die Basel-III-Kernkapitalquote liegt bei 19,5 Prozent (Vorjahr: 19,2 Prozent). Inklusive Wertberichtigungen und Rückstellungen macht die risikotragende Substanz mehr als 10 Prozent der Bilanzsumme aus. Die BEKB lässt sich in einem permanenten Prozess von der Ratingagentur Moody's benoten. Diese hat das Rating für die langfristige Kreditwürdigkeit der Bank von «A1» auf «Aa1» erhöht. Begründet wurde die Erhöhung unter anderem mit der Low-Risk-Politik, der starken Eigenmittelausstattung und der hohen Liquidität. Damit gehört die BEKB zu den am besten bewerteten Schweizer Banken.

Dividendenerhöhung beantragt

Auf der Grundlage des guten Ergebnisses und der starken Eigenmittelbasis beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 17. Mai 2016 eine Erhöhung der Dividende um 20 Rappen auf 6,00 Franken pro Aktie.

Nachhaltigkeit in der Geschäftspolitik

In ihrem Nachhaltigkeitsleitbild für die Jahre 2016 bis 2019 definiert die BEKB Ziele zu Produkten und Dienstleistungen, zur Betriebsökologie sowie ihrer sozialen Verantwortung. Zwei unabhängige Institute würdigen das Engagement: Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur «Oekom research» zeichnet die BEKB seit 2010 mit dem Gütesiegel «Prime» aus, womit die Bank bei sozialen und ökologischen Leistungen zu den führenden Instituten gehört. Auch im Ökorating 2015 des «Carbon Disclosure Project» gehört die Bank mit 98 von 100 möglichen Punkten zum siebten Mal in Folge zu den am besten bewerteten Schweizer Banken. Seit 2011 ist die BEKB klimaneutral. Sie kompensiert den verbleibenden CO2-Ausstoss im Wirtschaftsraum und unterstützt damit das lokale Gewerbe. Ebenso leistet die Bank einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung und Nachwuchsförderung: rund zehn Prozent der Arbeitsplätze sind Ausbildungsplätze: Bei der BEKB stehen 86 Lernende in Ausbildung. Dazu kommen 21 Hochschulabsolventen und Quereinsteiger sowie fünf Stagiaires.

Ausblick

Die anhaltende Tiefzinsphase wird weiterhin auf die Marge im Bankgeschäft drücken. Die BEKB sieht zurzeit keine Trendwende bei den Zinsen. Dadurch stehen vor allem die Erträge aus dem Zinsengeschäft weiter unter Druck. Der konsequenten Ausrichtung auf die veränderten Kundenbedürfnisse kommt weiterhin grosse Bedeutung zu.

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