Publikationsdatum: 19.03.2026
«Dass die Zentralbanken ihre Leitzinsen unverändert lassen, haben wir erwartet. In Europa und der Schweiz liegt die Inflation im Zielband, und die Konjunktur zeigt sich trotz geopolitischer Unsicherheiten robust», sagt Noëmi Capelli, Ökonomin bei der Berner Kantonalbank (BEKB).
Der Konflikt im Nahen Osten hat zuletzt zu steigenden Energiepreisen und damit auch zu höheren Zinserwartungen an den Finanzmärkten geführt. In ihrem Basisszenario geht die BEKB jedoch davon aus, dass die Strasse von Hormus bald wieder passierbar ist und sich der Erdölpreis unter 100 USD pro Barrel stabilisiert. Damit wären die Auswirkungen auf die Inflation begrenzt, und Zinserhöhungen wären nicht notwendig.
«Wir gehen davon aus, dass die EZB und die SNB ihre Leitzinsen auch 2026 unverändert lassen werden. In den USA könnten hingegen im weiteren Jahresverlauf moderate Zinssenkungen möglich sein», sagt Capelli.
Für den Hypothekarmarkt bedeutet dies weiterhin stabile Rahmenbedingungen für SARON-Hypotheken. Festhypothekarzinsen sind zuletzt gestiegen und könnten kurzfristig noch leicht anziehen. Trotz dieser Entwicklung bleiben die Finanzierungsbedingungen attraktiv und die Nachfrage nach Wohneigentum dürfte robust bleiben.
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