Aktuelles

Mobile Payment: So funktioniert mobiles Bezahlen

Frau bezahlt im Restaurant mit dem Smartphone an einem mobilen Zahlungsterminal.
Mit dem Smartphone an der Kasse bezahlen oder mit der Smartwatch unterwegs einen Kaffee kaufen: Mobile Payment ist für viele Menschen in der Schweiz längst Alltag. Doch wie funktioniert mobiles Bezahlen eigentlich? Wie sicher ist es? Und welche Lösung eignet sich für welchen Zweck? Wir geben einen Überblick. 

Was ist Mobile Payment?

Mobile Payment bezeichnet das Bezahlen mit einem mobilen Gerät wie beispielsweise mit dem Smartphone, der Smartwatch oder einem anderen Wearable. Statt Bargeld oder die physische Debit- oder Kreditkarte zu verwenden, wird die Zahlung digital ausgelöst.

Mobile Payment ist nicht dasselbe wie Mobile Banking: Während Mobile Payment das Bezahlen mit einem mobilen Gerät bezeichnet, umfasst Mobile Banking Bankgeschäfte wie Überweisungen, Kontostandabfragen oder das Verwalten von Karten über eine Banking-App.

In der Schweiz gewinnt diese Art des Bezahlens weiter an Bedeutung. Gemäss dem Swiss Payment Monitor 2/2026 werden bereits 34,5 Prozent aller Transaktionen mit mobilen Geräten wie Smartphone, Tablet oder Smartwatch getätigt. Im Ladengeschäft liegt Mobile Payment gemessen an der Anzahl Transaktionen mit 28,2 Prozent erstmals vor Bargeld mit 27,1 Prozent und der nicht mobil genutzten Debitkarte mit 25,8 Prozent.

Wie funktioniert Mobile Payment?

Je nach Bezahllösung kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz.

Bei digitalen Wallets wie Apple Pay, Google Pay oder Samsung Pay hinterlegen Sie Ihre Debit- oder Kreditkarte auf einem kompatiblen Gerät. Das Smartphone oder die Smartwatch übernimmt beim Bezahlen damit die Funktion der physischen Karte. Voraussetzung ist neben einem kompatiblen Gerät auch, dass Ihre Karte von der jeweiligen Mobile Payment-Lösung unterstützt wird.

Beim kontaktlosen Bezahlen kommuniziert das Smartphone oder die Smartwatch über NFC (Near Field Communication) mit dem Zahlterminal. Dafür wird das Gerät lediglich nahe an das Terminal gehalten. Ob kontaktloses Bezahlen möglich ist, erkennen Sie in der Regel am Kontaktlos-Symbol am Zahlterminal.

Entscheidend ist, ob Ihre Bank beziehungsweise Ihr Kartenanbieter den jeweiligen Dienst unterstützt. Bei der BEKB können Sie beispielsweise Ihre Debit Mastercard oder Kreditkarte mit Apple Pay, Google Pay oder Samsung Pay verknüpfen.

Andere Lösungen funktionieren zusätzlich über QR-Codes. Bei TWINT beispielsweise wird im Geschäft oder Online-Shop ein QR-Code gescannt beziehungsweise eine Zahlung direkt über die App ausgelöst. TWINT ermöglicht ausserdem Zahlungen zwischen Privatpersonen.

Auch verschiedene Wearables wie Smartwatches, Uhren, Ringe oder Armbänder können für kontaktloses Bezahlen eingesetzt werden.

Welche Mobile Payment-Lösungen gibt es?

Zu den verbreiteten Formen von Mobile Payment gehören Bezahl-Apps wie TWINT, digitale Wallets wie Apple Pay, Google Pay oder Samsung Pay sowie Wearable Payment-Lösungen. Sie unterscheiden sich insbesondere bei den unterstützten Geräten, Zahlungsmöglichkeiten und Einsatzorten.

Welche Mobile Payment-Lösungen Sie als Kundin und Kunde der BEKB nutzen können, finden unter Mobiles Banking.

Wie sicher ist Mobile Payment?

Mobile-Payment-Dienste nutzen je nach Anbieter unterschiedliche Sicherheitsmechanismen. Dazu gehören beispielsweise die Gerätesperre, biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung sowie technische Verfahren, mit denen die eigentlichen Kartendaten beim Bezahlen geschützt werden.

Bei Apple Pay wird beispielsweise eine gerätespezifische Nummer verwendet. Die tatsächliche Kartennummer wird beim Bezahlen nicht an den Händler übermittelt. Zusätzlich wird für eine Transaktion ein dynamischer Sicherheitscode eingesetzt.

Neben der Sicherheit spielt auch der Datenschutz eine Rolle. Welche Zahlungs- und Personendaten verarbeitet werden und wie dies geschieht, unterscheidet sich je nach Anbieter. Informationen dazu finden sich in den Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Dienstes.

Auch Google Wallet verlangt für Zahlungen eine Gerätesperre und unterstützt unter anderem PIN, Passwort oder bestimmte biometrische Verfahren zur Bestätigung der Identität.

Trotz dieser Sicherheitsmechanismen bleibt die eigene Aufmerksamkeit wichtig. Halten Sie Betriebssystem und Apps aktuell, schützen Sie Ihr Gerät mit einer sicheren Sperre und prüfen Sie Empfänger und Betrag, bevor Sie eine Zahlung bestätigen. Zugangsdaten, Passwörter oder PIN-Codes sollten Sie niemals an Drittpersonen weitergeben. Gerade bei Zahlungen an Privatpersonen oder über QR-Codes lohnt sich ein genauer Blick. Wie Sie Betrugsmaschen erkennen, lesen Sie hier. 

Welche Vorteile und Grenzen hat mobiles Bezahlen?

Der grösste Vorteil von Mobile Payment liegt in der Einfachheit. Smartphone oder Smartwatch sind häufig ohnehin dabei und können die physische Karte beim Bezahlen ersetzen. Zahlungen lassen sich schnell ausführen – je nach Dienst nicht nur im Geschäft, sondern auch in Apps und Online-Shops. Ob Sie mit einer digitalen Wallet kontaktlos bezahlen können, erkennen Sie in der Regel am Kontaktlos-Symbol am Zahlterminal. 

Digitale Zahlungsdienste erleichtern zudem den Überblick: Transaktionen werden in den entsprechenden Apps oder Wallets angezeigt, und je nach Angebot informieren Push-Mitteilungen unmittelbar über Zahlungen. 

Ganz ohne Einschränkungen funktioniert Mobile Payment jedoch nicht. Ist das benötigte Gerät nicht verfügbar oder funktioniert es nicht, braucht es eine alternative Zahlungsmöglichkeit. Zudem unterscheiden sich die Lösungen bei Gerätekompatibilität, Akzeptanz und Funktionsumfang. Nicht jeder Dienst kann beispielsweise im Ausland oder für Zahlungen zwischen Privatpersonen eingesetzt werden.

Mobile Payment ersetzt deshalb nicht zwingend alle anderen Zahlungsmittel – es erweitert vielmehr die Möglichkeiten, wie und womit bezahlt werden kann.

Funktioniert Mobile Payment auch im Ausland?

Das hängt von der gewählten Bezahllösung ab.

Digitale Wallets können grundsätzlich auch im Ausland dort eingesetzt werden, wo kontaktlose Zahlungen akzeptiert werden und die hinterlegte Karte beziehungsweise deren Zahlungsnetzwerk unterstützt wird.

Bei TWINT gelten andere Voraussetzungen: Zahlungen in Geschäften sind derzeit nur in Schweizer Franken und bei Verkaufsstellen innerhalb der Schweiz möglich. Wenn Sie sich im Ausland befinden, können Sie jedoch weiterhin Geld an andere TWINT Nutzende senden oder bei Schweizer Online-Shops mit TWINT bezahlen.

Wer Mobile Payment auf Reisen nutzen möchte, sollte deshalb vorab prüfen, ob die gewählte Lösung und die hinterlegte Karte am Reiseziel eingesetzt werden können. Eine alternative Zahlungsmöglichkeit dabeizuhaben, kann ebenfalls sinnvoll sein.

Welche Mobile Payment-Lösung passt zu mir?

Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, welches Gerät Sie nutzen, wo Sie bezahlen möchten und welche Funktionen Ihnen wichtig sind. Möchten Sie beispielsweise Geld direkt an andere Personen senden? Zahlen Sie häufig im Ausland? Oder möchten Sie ohne Smartphone mit einer Uhr oder einem anderen Wearable bezahlen?

Prüfen Sie zudem, ob Ihr Gerät und Ihre Debit- oder Kreditkarte von der gewünschten Lösung unterstützt werden.

FAQ: häufige Fragen zu Mobile Payment

Brauche ich für Mobile Payment eine Internetverbindung?

Das hängt von der Bezahllösung ab. Digitale Wallets können kontaktlose Zahlungen über NFC teilweise auch ohne aktive Internetverbindung des Smartphones ermöglichen. Bei TWINT hingegen wird für eine Zahlung eine Internetverbindung benötigt.

Wo kann ich mit Mobile Payment bezahlen?

Mit digitalen Wallets wie Apple Pay oder Google Pay können Sie grundsätzlich überall dort kontaktlos bezahlen, wo das entsprechende Symbol am Zahlterminal angezeigt wird. Je nach Bezahllösung sind auch Zahlungen in Apps und Online-Shops möglich. Bei TWINT erkennen Sie die Akzeptanz unter anderem am TWINT Logo beziehungsweise an der entsprechenden Zahlungsoption im Online-Shop.

Kann ich mit Mobile Payment im Ausland bezahlen?

Das hängt vom Dienst ab. Kartenbasierte Wallets können in vielen Ländern an kontaktlosen Zahlterminals genutzt werden, sofern die hinterlegte Karte akzeptiert wird. TWINT kann derzeit nicht für Zahlungen bei Verkaufsstellen ausserhalb der Schweiz eingesetzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen TWINT und Apple Pay oder Google Pay?

TWINT ist eine Schweizer Bezahl-App, mit der Sie unter anderem bezahlen sowie Geld an andere Personen senden und von ihnen anfordern können. Bei digitalen Wallets wie Apple Pay oder Google Pay hinterlegen Sie dagegen eine unterstützte Debit- oder Kreditkarte und bezahlen damit über Ihr Smartphone oder Ihre Smartwatch. 

Was kostet Mobile Payment?

Ob für Mobile Payment Kosten entstehen, hängt von der verwendeten Lösung sowie von Ihrer Karte und deren Konditionen ab. Apple beispielsweise erhebt für die Nutzung von Apple Pay keine zusätzlichen Gebühren. Bei Zahlungen im Ausland können jedoch weiterhin Gebühren und Fremdwährungskonditionen der hinterlegten Debit- oder Kreditkarte gelten.

Ist Mobile Payment sicher?

Mobile-Payment-Dienste verfügen je nach Anbieter über verschiedene Sicherheitsmechanismen. Dazu gehören beispielsweise eine Gerätesperre, biometrische Authentifizierung und technische Verfahren zum Schutz der Kartendaten. Wichtig bleibt, das eigene Gerät zu schützen und Zahlungen vor der Bestätigung zu überprüfen.

Was passiert, wenn ich mein Smartphone verliere?

Bei einem Verlust sollten Sie das Gerät möglichst rasch sperren beziehungsweise als verloren markieren. Bei Apple-Geräten werden bei aktiviertem Verlustmodus beispielsweise hinterlegte Zahlungskarten und entsprechende Dienste ausgesetzt. Bei Android-Geräten kann ein verlorenes Gerät ebenfalls aus der Ferne gesperrt oder gelöscht werden; beim Löschen werden auch die Zahlungsinformationen vom Gerät entfernt. 

Publikationsdatum: 01.09.2023 / Aktualisiert am 30.09.2026

Breadcrumb Navigation | Title

  1. Home
  2. Die BEKB
  3. Blog und Ratgeber
  4. Geld und Alltag
  5. Mobile Payment: So funktioniert mobiles Bezahlen