Immobilienpreise steigen weiter – trotz globaler Unsicherheiten
Der Immobilienmarkt im Kanton Bern entwickelt sich weiterhin positiv. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und steigender Zinsen im Ausland sind die Preise für Wohneigentum im Herbst 2026 erneut gestiegen. In den vergangenen zwölf Monaten verteuerten sich Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Kanton Bern um 3,1 Prozent. Schweizweit betrug der Anstieg 3,3 Prozent. Auch die Mieten für neu ausgeschriebene Wohnungen sind weiter gestiegen.
Ein wichtiger Grund für die stabile Entwicklung sind die weiterhin vergleichsweise günstigen Finanzierungsbedingungen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihren Leitzins im September bei 0 Prozent belassen und die Inflation liegt in der Schweiz nach wie vor auf einem moderaten Niveau.
Allerdings sind die Zinssätze für Festhypotheken seit Jahresbeginn je nach Laufzeit um 0,3 bis 0,6 Prozentpunkte gestiegen. Bei kürzeren Festhypotheken sowie SARON Rollover Hypotheken rechnen wir für die kommenden Monate mit leicht steigenden Zinsen. Die Zinssätze für zehnjährige Festhypotheken dürften hingegen weitgehend stabil bleiben.
Für Kauf- und Mietinteressierte bleibt die Situation angespannt. Die Zahl der leer stehenden Wohnungen ist erneut gesunken und hat einen langjährigen Tiefstand erreicht. Gleichzeitig wird im Kanton Bern wieder mehr gebaut und die Zuwanderung nimmt ab. Mittelfristig könnte dies zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beitragen. Ob sich diese Entwicklungen auch auf die Immobilienpreise auswirken, bleibt jedoch offen.