Tipps

So sind Sie sicher im Alpgebiet unterwegs

Das Wandern in unberührter Natur ist des Schweizers Lust. Wildromantische Landschaften sind gefragt. Was passiert aber, wenn das «romantisch» auf einmal wegfällt und Sie vor einer «wilden» Mutterkuh oder einem Herdenschutzhund stehen? Wir haben Ihnen ein paar Tipps zum sicheren Wandern im Alpgebiet zusammengestellt.

Dass sich das Wetter in den Bergen schnell ändert, dass man sich mit entsprechendem Kartenmaterial sorgfältig auf die geplante Tour vorbereitet, im Voraus das Handy lädt, gutes Schuhwerk trägt und für alle Fälle eine kleine Apotheke im Rucksack hat, muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden. Wir haben zwei Situationen rausgesucht, die uns draussen im Alpgebiet immer häufiger begegnen und auf die wir in der Regel schlecht vorbereitet sind.

Unterwegs auf Weiden mit Mutterkühen

Neue Bestimmungen für die Nutztierhaltung führen dazu, dass Kühe und Kälber gemeinsam auf Weiden gehalten werden. Die Mutterkuhhaltung bietet den Tieren zu Hause im Stall und draussen auf der Weide viel Freiheit. Soweit so gut.

Wanderwege machen im Berggebiet nicht vor Wiesen mit Kühen halt. Mit dem Wissen, dass Tiere in Offenhaltung den Umgang mit Menschen weniger gewohnt sind und dass sie stets darauf bedacht sind, ihre Kälber zu schützen, ergeben sich für Sie als Wanderer beim Queren der Viehweiden ein paar Tipps:

 

  • Falls sich Ihnen ein Tier nähert: Bewahren Sie Ruhe und beobachten Sie es. Drehen Sie ihm nicht den Rücken zu. Macht das Tier Drohgebärden, verlassen Sie das Revier rückwärtsgehend.

    Falls sich Ihnen ein Tier nähert: Bewahren Sie Ruhe und beobachten Sie es. Drehen Sie ihm nicht den Rücken zu. Macht das Tier Drohgebärden, verlassen Sie das Revier rückwärtsgehend.

  • Halten Sie Ihren Hund an der Leine und lassen Sie ihn notfalls los, wenn eine Kuh ihm zu nahe kommt.

    Halten Sie Ihren Hund an der Leine und lassen Sie ihn notfalls los, wenn eine Kuh ihm zu nahe kommt.

  • So süss sich auch sind, bitte die Kälber nicht streicheln oder berühren.

    So süss sich auch sind, bitte die Kälber nicht streicheln oder berühren.

  • Falls sich die Tiere auf dem Weg befinden sollten, umwandern Sie sie in einem weiten Bogen und halten Sie Abstand.

    Falls sich die Tiere auf dem Weg befinden sollten, umwandern Sie sie in einem weiten Bogen und halten Sie Abstand.

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Achtung Herdenschutzhunde

Die Rückkehr von Grossraubtieren bewegt Tierhalter dazu, ihre Herden vermehrt mit Herdenschutzhunden zu schützen. Für uns Menschen sind diese Hunde in aller Regel nicht gefährlich, aber sie können uns ängstigen, ist es schliesslich ihre Aufgabe, Fremdes von den Herden fern zu halten.

Durch Ihr richtiges Verhalten beim Queren von Weiden mit Herdenschutzhunden helfen Sie, unnötige Zwischenfälle zu verhindern und den Hunden die Arbeit zu erleichtern:

  • Weiden mit Herdenschutzhunden sind meist mit Hinweisen gekennzeichnet. Verhalten Sie sich beim Betreten einer solche Weide ruhig, vermeiden Sie es aber, die Hunde zu überraschen. Falls Sie keine Hunde sehen reden Sie laut mit Ihrer Wanderbegleitung und machen Sie so auf sich aufmerksam.
  • Rennt ein Herdenschutzhund bellend auf Sie zu, bleiben Sie ruhig und geben Sie ihm Zeit, die Situation einzuschätzen. Halten Sie auf jeden Fall Abstand zur Herde. Hunde anzuschreien und mit Stöcken herumzufuchteln provoziert sie nur.
  • Im Zweifel umgehen oder umkehren: Falls sich die Hunde nicht beruhigen, ziehen Sie sich langsam zurück. Wenn Sie weit genug von der Herde weg sind, werden Sie die Hunde ziehen lassen.
  • Den eigenen Hund an die Leine nehmen und das Gebiet grossräumig umgehen: Versuchen Sie nie, eine Weide mit Herdenschutzhunden mit einem eigenen Hund zu durchqueren. Suchen Sie eine Möglichkeit, die Weide mit Abstand zu umgehen.
  • Sich vor der Wanderung informieren: Auf herdenschutzschweiz.ch ist eine stets aktualisierte Karte aufgeschaltet, auf der die Einsatzorte von Herdenschutzhunden im Alpgebiet verzeichnet sind. Planen Sie Ihre Tour im Idealfall so, dass sie nicht durch ein mit Hunden geschütztes Weidegebiet führt.

Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Diemtigtal.

Quellen und weitere Infos: mutterkuh.ch / herdenschutzschweiz.ch

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