KMU

Nachhaltigkeit im Start-up Alltag

Start-Ups mit «grüner» Produkt- oder Dienstleistungspalette sind im Trend. Doch auch wenn Ihre Firma nicht in einer nachhaltigen Branche tätig ist, können Sie aktiv etwas für die Umwelt tun. Mit diesen einfachen Mitteln gestalten Sie den Arbeitsalltag in Ihrem Start-up nachhaltiger.

Viele Gründerinnen und Gründer von Start-ups achten heute beim Konzipieren der Unternehmensstruktur auf Nachhaltigkeit. «Grün» ist in. Doch nachhaltiges Unternehmertum zahlt nicht nur auf Ihr Image ein. Sie können – egal welcher Branche Sie angehören – aktiv zu mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft beitragen.

Als Gründerin oder Gründer eines Start-ups haben Sie die einmalige Möglichkeit, die Weichen von Anfang an zu stellen: Setzen Sie auf verantwortungsvolle Unternehmensführung und helfen Sie mit, die Umwelt besser zu behandeln. Mit den folgenden Tipps geben wir Ihnen einfache Massnahmen an die Hand, mit denen Sie das ökologische Arbeiten in Ihrer Firma gezielt fördern können.

15 Tipps für einen nachhaltigen Arbeitsalltag

Mobilität

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Nutzen Sie für Ihren Arbeitsweg das Fahrrad, den öffentlichen Verkehr oder gehen Sie zu Fuss. Motivieren Sie auch Ihre Mitarbeitenden dazu. Beispielsweise mit einem Bürofahrrad, das für kurze Strecken oder nahegelegene Kundentermine zur Verfügung steht. Oder nehmen Sie mit Ihrem Unternehmen an Sportförderprogrammen wie beispielsweise bike to work teil.

Papier

Der Papierverbrauch im Büro kann heute mit einer Vielzahl an IT-Lösungen eingedämmt werden. Dokumente können in cloudbasierten Systemen ge-speichert werden. Nur noch wenige Dokumente müssen in Papierform archiviert werden. Falls es nicht anders geht, drucken Sie doppelseitig. Dadurch halbieren Sie sehr effektiv Ihren Papierverbrauch. Einseitige Fehldrucke und Ausdrucke, die nicht mehr gebraucht werden, können als Notizpapier weiterverwendet werden.

Drucker

Drucken Sie nur aus, was Sie wirklich in Papierform benötigen. Mit einem Hinweis in der E-Mail-Signatur regen Sie auch andere dazu an. Fragen Sie bei Ihren Kundinnen und Kunden nach, ob Sie Ihre Rechnungen als PDF schicken dürfen; damit senken Sie nicht nur Ihren Verbrauch von Strom, Tinte und Papier, sondern auch Ihre Portokosten.

Strom

Senken Sie den Stromverbrauch, indem Sie zum Beispiel Steckdosen mit Kippschalter verwenden. Zeitschaltuhren an den Monitoren sorgen dafür, dass die Bildschirme nur tagsüber Strom verbrauchen. Für die Elektrizität im Büro können Sie einen Öko-Strom-Anbieter wählen.

Licht

Installieren Sie Bewegungssensoren, die Lichter in Ihren Geschäftsräumen nur dann einschalten, wenn sich jemand im Raum befindet. Setzen Sie auf Energiesparlampen.

Wasser

Sie können Abfall vermeiden, wenn Sie Leitungswasser statt Mineralwasser aus PET-Flaschen trinken. Verzichten Sie auf Papp- und Plastikbecher und verwenden Sie stattdessen Tassen und Gläser. In der Toilette sparen Sie mit automatischen Wasserhähnen Wasser. Diese sind nicht nur nachhaltiger, sondern auch hygienischer. Falls Sie in der Küche einen Geschirrspüler haben, lassen Sie die Maschine nur gut befüllt laufen und verzichten auf das Abwaschen von Hand.

Computer

Schalten Sie den Computerbildschirm aus, wenn Sie länger nicht an Ihrem PC arbeiten. Das gilt insbesondere für längere Abwesenheiten wie Sitzungen oder Mittagspausen.

Verpackungsmaterial

Verpackungsmaterial, das Sie von Lieferungen erhalten haben, können für eigene Versände wiederverwendet werden. Falls Sie Verpackungsmaterial kaufen müssen, wählen Sie Produkte, die nachhaltig produziert wurden und im besten Fall recycelt werden können.

Büromaterial

Achten Sie beim Kauf darauf, dass Stifte nachfüllbar sind. Machen Sie Ihre Mitarbeitenden darauf aufmerksam, damit leere Stifte nicht im Müll landen. Tacker gibt es heute auch ohne Metall.

Mülltrennung & Recycling

Trennen Sie Ihren Müll. Etablieren Sie ein entsprechendes System, das es Ihren Mitarbeitenden möglichst einfach macht.

Toiletten

Setzen Sie auf recyceltes Toilettenpapier. Dadurch müssen keine neuen Bäume gefällt werden. Noch nachhaltiger und hygienischer sind Duschklos, bei denen komplett auf Toilettenpapier verzichtet wird. Zweitastige Spülkästen, die zwei unterschiedliche Spülmengen ermöglichen, helfen sehr effektiv beim Wassersparen. Bei der Wahl der Handseife können Sie darauf achten, dass diese keinen Mikroplastik enthält. Beim Händewaschen geraten die Partikel in den Wasserkreislauf. Naturkosmetikprodukte sind eine gute Alternative. Am besten setzen Sie auf die Nachfüllvariante, so entsteht nur wenig Abfall. Handtücher aus recyceltem Papier sind übrigens oft nachhaltiger und hygienischer als Stoffhandtücher. Diese verbrauchen viel Wasser und Energie beim Waschen.

Verpflegung

Wenn Sie sich Ihr Mittagsessen im Take-away holen, verursachen Sie dadurch meist viel Plastikmüll. Bringen Sie Ihr Essen stattdessen von Zuhause mit – oder kochen Sie am Mittag im Team und essen Sie gemeinsam. Falls Sie Ihren Mitarbeitenden Verpflegung anbieten: Achten Sie auf Bio-Produkte mit möglichst kurzen Transportwegen. Auch Kaffee gibt es heute bereits aus biologischem Anbau.

Büromöbel

Achten Sie beim Kauf von Büromöbeln auf umweltfreundliche Siegel. Vielleicht benötigen Sie aber auch gar kein fabrikneues Mobiliar: Mit etwas Glück finden Sie über Online-Verkaufsplattformen oder Brockenstuben die passenden Gebrauchtmöbel. Durch das Wiederverwenden werden Ressourcen geschont. Geben Sie im Gegenzug auch selber alte Schreibtische, Stühle etc. weiter. Sie brauchen Spezialanfertigungen? Wenden Sie sich an den regionalen Schreiner. So unterstützen Sie die heimische Wirtschaft und halten Transportwege kurz.

Technik

Informations- und Kommunikationstechnik sind CO2-Schleudern. Fast zwei Drittel der CO2-Emissionen eines Laptops fallen auf Herstellung, Transport und Verwertung zurück. Die Arbeitsbedingungen der Menschen, welche die Rohstoffe für die Hardware gewinnen, sind ebenfalls problematisch. Leider sind kaum umweltfreundlich produzierte Alternativen aus konfliktfreien Rohstoffen zu finden. Sie können sich aber für eine lange Nutzdauer von technischen Geräten einsetzen. So vermeiden Sie die Herstellung neuer Produkte so lange wie möglich. Achten Sie bei Neuanschaffungen darauf, dass defekte oder veraltete Bestandteile eines Gerätes ausgetauscht werden können.

Räumlichkeiten

Coworking Spaces sind eine besonders nachhaltige Lösung, denn hier wird der vorhandene Platz sehr effizient genutzt. Die Infrastruktur wird geteilt, so lassen sich zusätzlich Kosten sparen.

In den BEKB-Ateliers an verschiedenen Standorten in der Region können Sie moderne Räumlichkeiten zum Arbeiten oder für Sitzungen kostenlos buchen.

Auch die BEKB setzt sich aktiv dafür ein, die Umwelt und das Klima zu schützen, den Wasser- und Stromverbrauch zu senken, den Geschäftsverkehr und Papierverbrauch zu reduzieren und damit für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu sorgen. Lesen Sie hier mehr über unsere Art, Nachhaltigkeit zu leben.

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