Erneut ein gutes Ergebnis für die BEKB – Wechsel in der operativen Leitung per Mitte 2019

Die BEKB hat sich im ersten Semester 2018 erfolgreich entwickelt: Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 533,7 Millionen auf 22,9 Milliarden Franken. Bei den betreuten Vermögenswerten konnte ein Netto-Neugeldzufluss von 86,7 Millionen Franken verbucht werden. Der Bestand an BEKB Fonds stieg um 269,5 Millionen Franken auf 2,4 Milliarden Franken. Die Bilanzsumme wuchs um 1,0 Milliarden Franken auf 30,3 Milliarden Franken. Der Halbjahresgewinn erhöhte sich um 2,0 Prozent auf 58,0 Millionen Franken (Vorjahr 56,9 Millionen Franken). Per 30. Juni 2019 wird Hanspeter Rüfenacht, Vorsitzender der Geschäftsleitung, planmässig die operative Leitung der BEKB altershalber abgeben.

Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist die BEKB weiter gewachsen. Die Hypothekarforderungen nahmen um 501,1 Millionen oder 2,4 Prozent auf 21,2 Milliarden Franken zu. Insgesamt stiegen die Kundenausleihungen um 533,7 Millionen auf 22,9 Milliarden Franken. Das tiefe Zinsniveau mit Negativzinsen prägte die Entwicklung der Transaktionsgelder auch im ersten Semester 2018. Die Kundengelder im engeren Sinn (Verpflichtungen aus Kundeneinlagen und Kassenobligationen) verminderten sich deshalb um 187,7 Millionen auf 21,9 Milliarden Franken. Die betreuten Vermögenswerte (Depotvolumen) betrugen 18,2 Milliarden Franken (Vorjahr 18,5 Milliarden Franken). Dem Netto-Neugeldzufluss von 86,7 Millionen Franken stand ein negativer Markteinfluss von 368,0 Millionen gegenüber. Der Anteil der BEKB Fonds wuchs um 269,5 Millionen Franken auf 2,4 Milliarden Franken.

Tiefe Zinsen belasten Geschäftsertrag

Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft lag bei 135,7 Millionen Franken (Vorjahr 152,8 Millionen Franken). Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass mit 5,4 Millionen Franken deutlich weniger Wertberichtigungen als im Vorjahr (19,5 Millionen Franken) aufgelöst wurden. Zudem hielt der Druck auf die Zinsmargen und die Erträge aus den Finanzanlagen weiter an. Um die Folgen von allenfalls steigenden Zinsen zu dämpfen, bestehen Absicherungen. Die Kosten für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken belasteten das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr unverändert mit 36,0 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um 0,4 Prozent auf 53,0 Millionen Franken (Vorjahr 52,8 Millionen Franken). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft konnte um 13,7 Prozent auf 10,9 Millionen Franken gesteigert werden (Vorjahr 9,6 Millionen Franken). Der übrige ordentliche Erfolg betrug 10,8 Millionen Franken und lag auf dem Vorjahresniveau. Darin enthalten sind ausserordentliche Gewinne aus der Veräusserung von Finanzanlagen von 1,6 Mio. Franken (Vorjahr 3,9 Mio. Franken). Der Geschäftsertrag sank im Wesentlichen aufgrund der deutlich gesunkenen Auflösungen von Wertberichtigungen auf 210,5 Millionen Franken (Vorjahr 226,0 Millionen Franken).

Geschäftsaufwand nahezu auf Vorjahresniveau

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr moderat um 0,3 Prozent auf 126,5 Millionen Franken. Der Personalaufwand stieg um 1,1 Prozent auf 68,9 Millionen Franken. Der Sachaufwand nahm um 0,3 Millionen auf 57,6 Millionen Franken ab. Im Zusammenhang mit der umfassenden Analyse der Optionen für die zukünftige IT-Kernbankenlösung sind einmalige Kosten von 1,5 Millionen Franken im Sachaufwand enthalten.

Gutes Semesterergebnis

Der Geschäftserfolg reduzierte sich aufgrund von nicht operativen Ereignissen um 14,2 Millionen auf 65,5 Millionen Franken. Ohne Auflösung von Wertberichtigungen und exklusiv Veräusserungserfolg von Finanzanlagen stieg der Geschäftserfolg um 4,0 Prozent. Der ausserordentliche Ertrag im ersten Semester 2018 stammt hauptsächlich aus Verkaufsgewinnen von Sachanlagen. Mit den nicht mehr benötigten Wertberichtigungen und den ausserordentlichen Erträgen (z.B. Gewinne aus Veräusserungen von Finanz- und Sachanlagen sowie übrige ausserordentliche Erträge) wurden die Reserven für allgemeine Bankrisiken mit 13,5 Millionen Franken geäufnet. Sie fliessen somit nicht in das operative Ergebnis ein. Die Hälfte der Kosten, die für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken anfallen, wird jeweils kompensiert, indem Reserven für allgemeine Bankrisiken aufgelöst werden. Daraus resultiert eine Nettoauflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken in der Höhe von 4,5 Millionen Franken. Der Halbjahresgewinn stieg von 56,9 Millionen auf 58,0 Millionen Franken. Dies entspricht einer Erhöhung um 2,0 Prozent.

Gute Refinanzierung und starke Eigenmittelbasis

Die Refinanzierung und die Liquidität der Bank bleiben überdurchschnittlich hoch. Die Basel-III-Kernkapitalquote liegt bei 18,6 Prozent (Vorjahr 19,9 Prozent). Die leicht tiefere Kernkapitalquote ist hauptsächlich auf die neuen FINMA-Vorschriften zur Eigenmittelunterlegung von verwalteten kollektiven Vermögen zurückzuführen. Inklusive Wertberichtigungen und Rückstellungen macht die risikotragende Substanz mehr als 10 Prozent der Bilanzsumme aus. Die Ratingagentur Moody’s bewertet die BEKB für die langfristige Kreditwürdigkeit mit «Aa1». Begründet wird das unveränderte stabile Rating mit der Low-Risk-Politik, der starken Eigenmittelausstattung und der hohen Liquidität der BEKB.

Beste Anlagebank im Private-Banking-Rating der BILANZ

Die BILANZ zeichnete in der Ausgabe vom 27. April 2018 die BEKB als die beste Anlagebank der Schweiz aus. Seit der Einführung des Private-Banking-Ratings im Jahr 2009 ist die BEKB die einzige Bank, die jedes Jahr ausgezeichnet wurde. Aufgrund ihrer nachhaltigen Leistung wurde der BEKB zusätzlich die erstmals vergebene Auszeichnung als langjährige Qualitätsleaderin verliehen. Die Anerkennung von renommierter und neutraler Seite unterstreicht die Leistung der BEKB als Anlagebank. Die langfristige Ausrichtung und die persönliche Beratung sowie verständliche Lösungen sorgen für diesen konstanten Erfolg.

Ausblick

In den letzten Monaten haben wir uns intensiv mit der Neuausrichtung der IT befasst. Nach Prüfung der verschiedenen Optionen haben wir uns für die Erneuerung und Weiterführung des Kernbankensystems IBIS entschieden. Dieses wird in den nächsten drei Jahren durch unseren IT-Partner DXC zu IBIS4D weiterentwickelt. Dabei wird der Fokus auf die digitale Transformation und Innovation gelegt. Mit der neuen Vereinbarung können die IT-Kosten bei gleichzeitig hoher Stabilität und Sicherheit des Kernbankensystems deutlich reduziert werden.

Die Konjunktur in der Schweiz hat sich analog der globalen Entwicklung weiter gefestigt. Die Negativzinssituation in der Schweiz hält weiter an und drückt auf die Zinsmarge und damit auf den Zinserfolg. Daher kommt dem Kostenmanagement weiterhin eine zentrale Bedeutung zu. Das Geschäftsmodell der Bank hat sich bewährt und ist langfristig ausgerichtet; die Bank verfügt über eine starke Eigenmittelbasis und eine solide Refinanzierung. Bei gleichbleibenden Verhältnissen an den Geld- und Kapitalmärkten dürfte das Jahresergebnis 2018 voraussichtlich leicht über demjenigen des Vorjahres ausfallen.

Hanspeter Rüfenacht (60), Vorsitzender der Geschäftsleitung, wird planmässig per 30. Juni 2019 die operative Leitung der BEKB altershalber abgeben und aus der Geschäftsleitung austreten. Hanspeter Rüfenacht ist am 1. November 1999 als Leiter Kreditmanagement zur Bank gestossen, wurde anfangs 2002 in die Geschäftsleitung berufen, welcher er seit dem 1. Januar 2012 vorsteht. Der Verwaltungsrat dankt Hanspeter Rüfenacht bereits heute für seine hervorragende Arbeit. Der Prozess der Nachfolgeregelung wird nun in die Wege geleitet.

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