Gutes Geschäftsjahr 2017 - deutliche Dividendenerhöhung beantragt

Die BEKB hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erfolgreich entwickelt: Die Kundenausleihungen erhöhten sich um rund 1,1 Milliarden Franken auf 22,4 Milliarden Franken. Die Bilanzsumme wuchs um 893,4 Millionen Franken auf 29,3 Milliarden Franken. Der Jahresgewinn stieg um 6,2 Prozent auf 137,4 Millionen Franken. Die Aktionärinnen und Aktionäre profitieren von diesem Erfolg. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine deutliche Erhöhung der Dividende um 40 Rappen auf 6.60 Franken pro Aktie.

Hanspeter Rüfenacht, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, kommentiert das Geschäftsjahr: «Die BEKB hat erneut ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Unser Geschäftsmodell hat sich bewährt, weil es auf Sicherheit und Langfristigkeit ausgerichtet ist. Die starke Eigenmittelbasis und die solide Refinanzierung unterstreichen dies. Ich freue mich, dass wir aufgrund des erzielten Jahresgewinns und der starken Eigenmittelbasis den Aktionärinnen und Aktionären eine deutliche Dividendenerhöhung beantragen können. Wir rechtfertigen damit das in uns gesetzte Vertrauen.»

Kerngeschäft weiter ausgebaut

Im Privat- und Firmenkundengeschäft ist die BEKB weiter gewachsen. Die Kundenausleihungen nahmen um rund 1,1 Milliarden Franken oder 5,1 Prozent auf 22,4 Milliarden Franken zu. Die Hypothekarforderungen stiegen um 972,2 Millionen Franken oder 4,9 Prozent auf 20,7 Milliarden Franken. Die Kundengelder im engeren Sinn betrugen 22,1 Milliarden Franken und lagen in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Fondsbestand erhöhte sich um 744 Millionen Franken auf 6,7 Milliarden Franken, wovon der Anteil der BEKB Fonds um 672 Millionen Franken auf 2,2 Milliarden Franken wuchs. Die betreuten Vermögenswerte betrugen 18,5 Milliarden Franken (Vorjahr 18,7 Milliarden Franken). Dem Markteinfluss von 1,4 Milliarden Franken stand ein Netto-Geldabfluss von 1,6 Milliarden Franken gegenüber, der weitgehend mit dem Abgang einer grossen institutionellen Kundin zu erklären ist. Die Vermögensverwaltungsmandate, mit denen die Kundinnen und Kunden ihre Vermögenswerte der BEKB zur umfassenden Bewirtschaftung anvertrauen, stiegen auf 4,6 Milliarden Franken (Vorjahr 4,5 Milliarden Franken).

Netto-Erfolg aus Zinsgeschäft erhöht

Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft lag mit 308,3 Millionen Franken um 5,8 Prozent über dem Vorjahr. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass ausfallsrisikobedingte Wertberichtigungen aufgelöst wurden. Beim aktuellen Zinsniveau werden auslaufende Festzinshypotheken – für das vergangene Jahr im Umfang von rund 3,0 Milliarden Franken – zu deutlich tieferen Zinssätzen verlängert. Nach wie vor steht auch der Ertrag aus den Finanzanlagen unter Druck. Um die Folgen von steigenden Zinsen zu dämpfen, bestehen Absicherungen. Die Kosten für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken belasteten das Zinsergebnis mit 71,1 Millionen Franken (Vorjahr 73,0 Millionen Franken). Diese Effekte belasteten den Brutto- Erfolg aus dem Zinsgeschäft.

Kommissions- und Dienstleistungserfolg gesteigert

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hat sich weiter erfolgreich entwickelt. Der Erfolg stieg um 4,8 Prozent auf 105,1 Millionen Franken (Vorjahr 100,3 Millionen Franken). Ein wesentlicher Grund für das gute Resultat ist einerseits die hohe Nachfrage der Kundinnen und Kunden nach den BEKB Fonds, welche im Herbst durch nachhaltige BEKB Vorsorgefonds erweitert wurden, andererseits konnten auch die Courtageerträge erhöht werden. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg auf 21,8 Millionen Franken (Vorjahr 19,3 Millionen Franken). Der übrige ordentliche Erfolg erreichte 24,3 Millionen Franken (Vorjahr 21,3 Millionen Franken). Die Zunahme ist vor allem auf höhere Erträge aus Veräusserungen von Finanzanlagen zurückzuführen. Der Geschäftsertrag konnte insgesamt um 6,3 Prozent auf 459,6 Millionen Franken gesteigert werden.

Geschäftserfolg deutlich gesteigert

Der Geschäftsaufwand stieg moderat um 1,5 Prozent auf 251,9 Millionen Franken (Vorjahr 248,3 Millionen Franken). Der Personalaufwand betrug 138,1 Millionen Franken und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Der Personalbestand stieg moderat um 7 auf 1'016 Vollzeitstellen (Total 1'224 Mitarbeitende). Der Sachaufwand erhöhte sich auf 113,8 Millionen Franken (Vorjahr 110,5 Millionen Franken). 2017 wurden die Bankliegenschaften einer umfassenden Prüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Daraus resultierten Sonderabschreibungen in der Höhe von 23,6 Millionen Franken sowie ausserordentliche Erträge von 25,0 Millionen Franken. Aufgrund des höheren Geschäftsertrags stieg der Geschäftserfolg vor Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen und Sonderabschreibungen 2017 um 15,3 Prozent auf 159,8 Millionen Franken.

Gutes Jahresergebnis

Zusätzlich zu den vorgängig erwähnten ausserordentlichen Erträgen aus der Liegenschaftsbewertung wurden aus Verkäufen von Beteiligungen und Liegenschaften weitere ausserordentliche Erträge in der Höhe von 17,3 Millionen Franken realisiert. Mit den nicht mehr benötigten Wertberichtigungen und den ausserordentlichen Erträgen (z.B. Gewinne aus Veräusserungen von Finanz- und Sachanlagen sowie Beteiligungen) wurden die Reserven für allgemeine Bankrisiken mit 48,5 Millionen Franken geäufnet. Diese Komponenten fliessen somit nicht in das operative Ergebnis ein. Die Hälfte der Kosten, die für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken anfallen, wird jeweils kompensiert, indem Reserven für allgemeine Bankrisiken aufgelöst werden. So ergibt sich eine Nettobildung der Reserven für allgemeine Bankrisiken von 12,9 Millionen Franken. Die Steuern beliefen sich auf 37,4 Millionen Franken. Insgesamt resultierte ein Jahresgewinn von 137,4 Millionen Franken gegenüber 129,4 Millionen Franken aus dem Vorjahr. Dies entspricht einer Erhöhung von 6,2 Prozent.

Free-Cash-Flow im Zielbereich

Die BEKB hat ein langfristiges Ziel. Sie will über die Zeitspanne von 2013 bis 2022 einen Free-Cash-Flow von 900 Millionen Franken bis 1,1 Milliarden Franken erwirtschaften. Per Ende des Berichtsjahres betrug der Free-Cash-Flow 78,1 Millionen Franken. Mit insgesamt 529,5 Millionen Franken liegt der seit 2013 geschaffene Mehrwert an der oberen Bandbreite des Zielbereichs.
Nach dem fünften Jahr dieser Zehnjahresperiode zieht die BEKB eine positive Zwischenbilanz. Die für die Erreichung des Zehnjahresziels angesparte Nachhaltigkeitsprämie wird im Jahr 2018 pro rata ausbezahlt. Davon profitieren 1239 Mitarbeitende und Pensionierte. Ab 2018 wird die Nachhaltigkeitsprämie in eine Vorsorgeprämie umgewandelt, welche bei Erreichen des Ziels im Jahre 2023 als Stabilisierungsreserve der Pensionskasse der BEKB zur Verfügung gestellt werden wird. Diese Massnahme soll mithelfen, den Versicherten längerfristig und nachhaltig angemessene Renten auszahlen zu können.

Solide Refinanzierung und starke Eigenmittelbasis

Die Refinanzierung und Liquidität der BEKB bleiben überdurchschnittlich solid. Die Kundenausleihungen sind weiterhin vollständig mit Kundengeldern und Pfandbriefdarlehen gedeckt. Die Basel-III-Kernkapitalquote liegt bei 19,9 Prozent (Vorjahr 20,0 Prozent). Inklusive Wertberichtigungen und Rückstellungen macht die risikotragende Substanz mehr als zehn Prozent der Bilanzsumme aus. Die Ratingagentur Moody's bewertet die langfristige Kreditwürdigkeit der BEKB mit «Aa1» und stellt sie bezüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten auf die höchste Stufe «Prime-1». Damit zählt die BEKB zu den durch Moody's am besten bewerteten Schweizer Banken. 

Veränderte Kundenbedürfnisse – neue Angebote

Die Kundenbedürfnisse und das Kundenverhalten haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Die Digitalisierung, die gestiegene Mobilität und die neuen Medien beeinflussen das Bankgeschäft zunehmend. Die Kundinnen und Kunden stellen heute hohe Anforderungen und wollen unsere Dienstleistungen besser, schneller, günstiger und dies rund um die Uhr. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat die BEKB die digitalen Dienstleistungen mit der im Markt erfolgreichen BEKB mobile Banking App weiterentwickelt. Zudem wurde das Kundencenter weiter ausgebaut. Das Kundencenter ist während der Woche von 8 bis 20 Uhr und am Samstag von 9 bis 16 Uhr erreichbar. In den Niederlassungen werden die Kundinnen und Kunden von 7 bis 19 Uhr beraten. Mit dem Ausbau der Beratung, der höheren Erreichbarkeit und der Entwicklung der digitalen Angebote richtet sich die BEKB konsequent auf das Verhalten der Kundschaft aus. Die Bank hat mehrere Niederlassungen bezüglich Erscheinungsbild und Einrichtung neu gestaltet. Dieser Modernisierungsprozess findet auch im laufenden Jahr seine Fortsetzung.

Deutliche Dividendenerhöhung beantragt

Auf der Grundlage des soliden Ergebnisses und der starken Eigenmittelbasis beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 22. Mai 2018 eine deutliche Erhöhung der Dividende um 40 Rappen auf 6.60 Franken pro Aktie. Beim aktuellen Börsenkurs entspricht dies einer Dividendenrendite von guten 3,6 Prozent.

Ausblick

Das tiefe Zinsumfeld verbunden mit Negativzinsen drückt weiter auf die Zinsmarge. Die BEKB geht davon aus, dass die Tiefzinsphase vorerst anhält. Deshalb hat das konsequente Kostenmanagement weiterhin eine hohe Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2018 werden sich die Kosten für die Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen des Vorjahrs bewegen. Ab 2019 wird jedoch mit deutlich tieferen Aufwendungen dafür gerechnet. Die BEKB befasst sich zudem intensiv mit der Neuausrichtung der IT. Ein Grundsatzentscheid erfolgt im laufenden Jahr.

Bilanz und Erfolgsrechnung 2017 pdf, 121.91 kb

Bilanzmedienkonferenz 

Die Bilanzmedienkonferenz findet am 26. Januar 2018 um 10.00 Uhr im Hotel Bellevue Palace in Bern statt. Bilder des Anlasses stehen ab 14.00 Uhr unter www.bekb.ch/bmk zur Verfügung.