Nachhaltig Ski fahren

Verantwortungsvoll unterwegs – auch abseits der Skipiste

Einsam durch die frisch verschneite Bergwelt stapfen und mit den Schneeschuhen oder Tourenskis die erste Spur im pulvrigen Tiefschnee hinterlassen – Freiheit pur! Doch zu welchem Preis? Was für den Menschen Unabhängigkeit und Freisein bedeutet, ist für die Wildtiere der harte Kampf ums Überleben. Fünf Tipps, wie Sie Ihr Abenteuer im Einklang mit der Natur erleben können.

«Das Gefühl, nie zu wissen, wann man flüchten muss, ist ziemlich unangenehm», erzählt uns eine Schülerin, die das am eigenen Leib erfahren hat. Zusammen mit ihrer Klasse hat sie in einer Schneesportwoche im Diemtigtal erlebt, wie anstrengend es ist, sich durch den frischen Schnee fortzubewegen, wieviel Energie eine Flucht im Tiefschnee fordert und wie sich eine selbstgegrabene Schneehöhle zum Schutz vor dem eisigen Wind anfühlt. Die jungen Schneesportler gruben sich in einer Schneehöhle ein, «eigentlich ziemlich gemütlich», und verweilten darin, bis sie von unvorsichtigen Schneeschuhläufern mit freilaufenden Hunden aufgescheucht wurden und ihre Schutzhöhle fluchtartig verlassen mussten.

«Werden Tiere gestört, fliehen sie.»

Harter Überlebenskampf

Was für die Jugendlichen ein Spiel und nach einem Nachmittag zu Ende war, ist für Birkhuhn, Gämse und Co. im Winter Realität. Die Zahl der Schneeschuhläufer, Freerider und Skitourenfahrer hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Für die Wildtiere ist das problematisch, denn nicht immer wird der Sport abseits der Skipisten nachhaltig und mit der nötigen Rücksicht auf die Umwelt ausgeübt. Werden Tiere gestört, fliehen sie. Das zerrt mächtig an den Reserven. Reserven, die im Winter beschränkt sind und bei Überbeanspruchung nicht reichen, bis im Frühjahr wieder reiche Nahrung nachwächst. Damit ist das Überleben der Tiere gefährdet.

Kein Sport abseits der Piste?

Muss man jetzt auf das Abenteuer abseits der Piste verzichten? Nein! Nachhaltiger Schneesport im Einklang mit der Natur ist möglich. Dazu haben wir Ihnen ein paar einfache und hilfreiche Tipps mit grosser Wirkung zusammengestellt:

Viele Tiere haben ihre bevorzugten Plätzchen, an denen sie zum Beispiel eine Schneehöhle bauen. Damit sie nicht gestört werden oder gar ihre Behausung aus Versehen zerstört wird, bleiben Sie im Wald auf den bezeichneten Wegen und beachten bei der Routenplanung die Wildruhe- und Wildschutzzonen.

Wildtiere halten sich gerne an Waldrändern und auf aperen Flächen auf, da sie dort Nahrung finden. Entsprechend sollten Sie diese Orte meiden.

Futter ist für Wildtiere im Winter knapp – man nimmt, was man bekommt, auch wenn es Plastik ist. Deshalb ist es wichtig, dass Sie keinen Abfall in der Natur liegen lassen.

Freies Spielen im Schnee – ein Traum für alle Hunde. Damit aber im Spiel das Wild nicht aufgeschreckt wird, gehören Hunde an die Leine.

Wenn Sie auf Wildtiere treffen, sollten Sie sich leise verhalten und Distanz wahren. So braucht es nicht zu fliehen und Sie können das Tier in aller Ruhe beobachten.

Schneesportler müssen also keineswegs auf ihr Vergnügen verzichten: Rücksichtsvolles Verhalten im Lebensraum der Wildtiere ermöglicht das tolle Erlebnis, Tiere ungestört in ihrem Lebensraum zu beobachten. Wer mehr über Wildtiere weiss, der wird sie draussen besser achten und mehr Naturerlebnisse mit nach Hause nehmen.

«Nachhaltiger Schneesport im Einklang mit der Natur ist möglich.»

Der Beitrag wurde vom Naturpark Diemtigtal zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen rund um Wildtiere im Winter finden Sie unter www.respektiere-deine-grenzen.ch

Titelbild: Naturpark Diemtigtal

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